Raumplanung

Revision des kommunalen Richtplanes und der Nutzungsplanung der Stadt Yverdon-les-Bains

Berufs
Ort

Yverdon-les-Bains (CH/VD)

Mandator

Service d’urbanisme et des bâtiments de la Ville d’Yverdon-les-Bains

Mission

Überarbeitung der kommunalen Raumplanung unter Einbezug des neuen Raumplanungsgesetzes des Bundes, mit der Absicht, das Siedlungsgebiet umzugestalten

Datum der Studie

2015 – heute

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Die Stadt Yverdon-les-Bains, mit ihren 28’000 Einwohnern Hauptstadt des nördlichen Waadtlandes, steht angesichts ihrer Dynamik und ihrer Attraktivität einerseits sowie ihres vom Genferseebogen ausgehenden ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Drucks andererseits vor grossen Herausforderungen. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen und um vor dem Hintergrund der Agglomerationspolitik und dem neuen Raumplanungsgesetz die räumliche Zukunft zu bestimmen, nimmt die Gemeinde die Revision ihrer Richt- und Nutzungsplanung in Angriff. Ausserdem nimmt sich die Revision mithilfe einer Vielzahl von Projekten in verschiedenen Massstäben und Themen der grundsätzlichen Strategie der städtischen Aufgaben an.

Die Auftraggeberin hat gewünscht, über den Richt- und den Nutzungsplan eine zusätzliche Perspektive zu bearbeiten: jene einer nachhaltigen Lebensgestaltung und einer hohen Qualität in der Raumgestaltung entlang der drei Hauptachsen:

  • Verstärkung der Quartieridentitäten
  • Konsolidierung eines Rahmens für die Freiräume vom Seeufer bis hin zu den landwirtschaftlich genutzten Ebenen
  • Bestärkung der Identität einer Studentenstadt, einer Stadt der Wissenschaften und des Wassers

Der gewählte Ansatz ist aussergewöhnlich. Das Grundprinzip basiert auf der Logik des öffentlichen Interesses: Einerseits sollen die gemachten Erfahrungen der Bewohner, deren Erwartungen an das Quartier und ihre Lebenshaltungen erfasst werden, andererseits sollen die durch das Agglomerationsprogramm lokal entstehenden Gelegenheiten genutzt werden.

Um dies zu erreichen, wurde ein partizipatives Vorgehen mit der Bevölkerung (drei Rundtischgespräche und eine Sitzung zur Wiedergabe der Inhalte) und mit den zuständigen Behörden (zwei Arbeitssitzungen) gewählt. Durch dieses Vorgehen, unterstützt durch eine Analyse der unterschiedlichen Atmosphären und Morphologien der Stadt, konnte über die rein quantitative und reglementarische Herangehensweise des klassischen «Zoning» hinausgedacht werden. Auf diese Weise wurden präzise und auf spezifische Räume massgeschneiderte Massnahmen befürwortet und die Grundeigentümer dazu angeregt, die Qualität des öffentlichen Raumes zu verbessern.